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Essstörungen

Ursachen

In Zeiten des Überangebotes an Nahrungsmitteln steigt auch die Zahl jener Menschen, die Nahrung verweigern. Es geht nicht mehr um die biologische Hunger- und Sättigungsregulation, sondern vielmehr um die gefühlsmäßige und soziale Bedeutung, die wir der Ernährung zuschreiben, und diese ist von Mensch zu Mensch, von Familie zu Familie und von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr unterschiedlich.

Essstörungen haben immer mehrere Ursachen. Neben familiären, persönlichen und biolo-gischen Ursachen bietet auch das gesellschaftliche Schlankheitsideal einen Hintergrund, der das Auftreten von Essstörungen begünstigt. Als Risikofaktoren für die Entwicklung einer Essstörung gelten zudem Diäten, besonders belastende Ereignisse, die Umbruchsi-tuation während der Pubertät und die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper.

Folgende Faktoren können bei der Entstehung von Essstörungen eine Rolle spielen:

Individuum 

zum Beispiel:

  • entwicklungspsychologische Aspekte
  • mangelndes Selbstwertgefühl, geringe Konflikt- und Problembewältigung
  • negative Wahrnehmung zum eigenen Körper

Soziales Umfeld

zum Beispiel:

  • familiäre Probleme
  • Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, Grenzüberschreitungen
  • Abwertung des weiblichen Verhaltens
  • starre Rollenbilder von Weiblichkeit und Männlichkeit

Gesellschaft

zum Beispiel:

  • übertriebene Schönheitsideale
  • Leistungs- und Anpassungsdruck
  • Stellung der Frau

Ernährung

zum Beispiel:

  • keine oder rigide Essenskultur
  • Nahrungsüberangebot
  • enormes Diätangebot