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Suchtprävention in der Jugendarbeit

Jugendliche sind eine der wichtigsten Zielgruppen in der Suchtvorbeugung. Sie sind nicht nur die Erwachsenen- und Elterngeneration von morgen, sondern befinden sich selbst noch in einer Lebensphase, in der Konsum-muster und Einstellungen zu psychoaktiven Substanzen entwickelt und festgelegt werden.

Prävention im Jugendalter soll helfen, eine Identität aufzubauen, die auf einem stabilen Selbstwert beruht. Zudem geht es um den Erwerb persön-licher Fähigkeiten, mit denen Entwicklungsaufgaben wie der Aufbau von Freundschaftsbeziehungen, die Aufnahme von sexuellen Kontakten, die Ablösung von den Eltern, der Aufbau eines eigenen Wertesystems, der Aufbau der Schul- und Berufskarriere, die Bewältigung der körperlichen Entwicklung oder der Aufbau selbstständiger Konsummuster bewältigt werden können.

Jugendliche sollten in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert werden. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, Einfluss auf die notwendigen strukturellen Voraussetzungen zu nehmen. Dadurch kann der Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter ohne ein Abgleiten in gesundheitsschädliches Konsumver-halten oder Sucht stattfinden.

 

Wie arbeiten wir?

Es gibt drei grundsätzliche Ansätze, nach denen unsere Aktivitäten eingeteilt werden können:

direkt

Dazu zählen sämtliche Maßnahmen, die wir einsetzen um Jugendliche direkt zu erreichen, wie beispielsweise unsere Jugendhomepage, verschiedene Flyer-Kampagnen oder ähnliche Aktivitäten.

indirekt

Indirekt ansetzen bedeutet, unmittelbare Bezugspersonen wie Jugendarbeiter oder Vereinsverantwortliche anzusprechen. Auch der dauerhafte Kontakt mit Schlüsselpersonen wie Bürgermeister, Jugendbeauftragten, usw. ist in diesem Zusammenhang wichtig. Auf diese Weise können wir flächendeckend und effizient unsere Informations- und Schulungsangebote anbieten und umsetzen.  

partizipativ

Partizipieren heißt teilnehmen und genau darum geht es bei diesem Ansatz. Jugendliche arbeiten in Jugend-Präventionsprojekten des Institutes aktiv mit; zum Beispiel im Projekt Barfuss oder als Peer-Trainer/innen auf "gleicher Augenhöhe" im Projekt Peer Drive Clean.  

…und auf welchen Ebenen?

Persönlichkeitsförderung

Die Stärkung der Persönlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der suchtpräventiven Arbeit im Jugendbereich. Was kann man darunter verste-hen?

  • Entwicklung von Kommunikationskompetenzen
  • Selbstwahrnehmung und Sinnesschulung, Körpererfahrung
  • Bewusstmachen von Werten und Normen, Konfliktfähigkeit
  • Gruppenfähigkeit, Widerstehen gegenüber Gruppendruck und Verführungssituationen
  • Förderung des Selbstwerts

Information

Wie entsteht Sucht, was sind psychoaktive Substanzen und wie gefährlich sind sie wirklich? Das sind nur einige der häufig gestellten Fragen, die wir mithilfe sachlicher Information beantworten können. Neben dieser vorbeu-genden Wissensvermittlung bieten wir aber auch Infos über Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten für Jugendliche an. 

Lebensumfeld von Jugendlichen

Ein oft entscheidender Faktor bei der Entwicklung von Sucht ist das persönliche Lebensumfeld. Daher ist es uns auch ein Anliegen in diesem Bereich Mitgestaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen aufzuzeigen. 

Dazu gehören die Schaffung von vorbeugenden Lebensbedingungen, wie etwa dem Zugang zu Bildung und Wohnen oder die Schaffung von Frei-räumen und Freizeitmöglichkeiten im sozialen Umfeld. Prävention im Lebens-umfeld bedeutet für uns auch eine klare Regelung für den Umgang mit Suchtmitteln im jeweiligen Umfeld sowie die Einflussnahme auf gesetzliche Bestimmungen und deren Einhaltung.

Werfen Sie einen Blick auf unsere Referenzliste und informieren Sie sich über unsere Bildungsangebote im Bereich Jugend!

Weitere Links zum Thema Jugend finden Sie hier.