Mephedron - illegale Droge
4-Methylmethcathinon (MMC) ist chemisch verwandt mit Cathinon, dem stimulierenden Wirkstoff des Kath-Strauches und Methcathinon (Ephedron). MMC ist ein Stimulans und Empathogen und kommt als weißes Pulver bzw. auch in Tablettenform vor. Mephedron gehört zu den sogenannten Research Chemicals, d.h. es ist weitgehend unerforscht, daher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen sowie möglichen Gefahren beim Mischkonsum.
Szenenamen
"Badesalz", „Miau Miau“, “Subcoca”, “Magic”, „M-Cat“, „Meph“, “Dusted”, “Drone”
Aufnahme/Wirkdauer
Mephedron wird üblicherweise oral eingenommen oder geschnupft. Mephedron wirkt stimulierend und euphorisierend. Die Intensität der Wirkung ist dosisabhängig und tritt bei nasalem Konsum (starkes Brennen) innerhalb weniger Minuten (Wirkdauer etwa 1-2 Stunden) und bei oralem Konsum nach etwa 30-45 Minuten (Wirkdauer etwa 3-5 Stunden) ein.
Rausch
Die Wirkung von Mephedron zeichnet sich durch ein subjektives Gefühl geistiger Klarheit und erhöhter körperlicher Leistungsfähigkeit aus. Charakteristisch sind gesteigerte Euphorie und ein starkes Verbundenheitsgefühl mit anderen Menschen. Konsumentinnen berichten oft von einer intensiveren Wahrnehmung des eigenen Körpers, allgemeiner Entspannung, sowie einem intensiveren Empfinden von Musik. Die Erinnerung an die Zeit während der Substanzhauptwirkung ist meist verschleiert.
Körperliche Wirkungen – Risiken
In Bezug auf Mephedron gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen sowie mögliche Gefahren beim Mischkonsum. Der aktuelle Stand des Wissens z.B. über die Wirkung reduziert sich fast ausschließlich auf Berichte von Konsumenten und Konsumentinnen.
Durch die stimulierende Wirkung von MMC kann es zu einer als unangenehm empfundenen Hyperaktivität kommen. Insbesondere bei Konsum von hohen Dosen können Wahnvorstellungen und Paranoia auftreten. Des weiteren wird berichtet von unangenehmem Körpergeruch, Hautausschlägen und Kältegefühl. Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Erinnerungslücken können ebenfalls vorkommen.
Als besonders unangenehm, wird das starke Craving (starker Drang nachzulegen) – insbesondere bei nasalem Konsum – beschrieben.
Langzeitfolgen
Aufgrund des starken Drangs wieder nachzulegen, ist anzunehmen, dass es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen kann. Über eine mögliche körperliche Abhängigkeit kann derzeit keine Aussage getroffen werden. Bei häufigem Konsum wird von eingeschränktem Erinnerungsvermögen und einer Verschlechterung der Konzentration berichtet. Nach häufigem Konsum über einen längeren Zeitraum gibt es Berichte über anhaltende depressive Verstimmung.
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