QUELLE: http://www .praevention.at         DATUM: 25.05.2013

[02. April 2012] Glücksspielautomaten: OÖ-Lizenzen sind vergeben

Das Land Oberösterreich hat vergangenen Freitag die Lizenzen für das im Vorjahr legalisierte "kleine Glücksspiel" (Glücksspielautomaten) vergeben. Bei der Salonaufstellung (je 362 Glücksspielautomaten in Gerätesalons) bekamen die Novomatic-Tochter Admiral Casinos & Entertainment AG und die Grazer PA Entertainment & Automaten AG  den Zuschlag. Die Bewilligung für die Einzelaufstellung (vorwiegend in Gastronomiebetrieben) geht an die Excellent Entertainment AG aus Traun/OÖ. Das teilten Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und Landesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) mit.

Der oberösterreichische Landtag hatte im März 2011 das kleine Glücksspiel legalisiert. Man verspricht sich davon eine Eindämmung des Wildwuchses, aber auch Mehreinnahmen von acht bis 17 Millionen Euro. Bei einer europaweiten Ausschreibung, deren Angebotsfrist am 15. September des Vorjahres endete, legten acht Firmen ein Angebot für die beiden Spielsalon-Konzessionen, vier ritterten um die einzige Berechtigung zur Automatenaufstellung. Insgesamt darf es in Oberösterreich künftig 1.173 Automaten geben.

Die Bewilligungen werden für die Dauer von 15 Jahren erteilt, jeder Glücksspielautomat und jeder Automatenstandort bedarf noch einer zusätzlichen behördlichen Genehmigung. Alle Geräte müssen an das Bundesrechenzentrum angebunden und binnen zwölf Monaten in Betrieb genommen werden.

Vormachtstellung für Novomatic

Wie die Tageszeitung "Der Standard" berichtet, profitiert vor allem die Firma Novomatic von der Lizenzvergabe. Der Inhaber des zweiten Lizenznehmers, der PA Entertainment & Automaten AG, der steirische Unternehmer Helmut Polanz sei seit Jahren Mietkunde von Novomatic, die auch Spielgeräte produziert. Zudem sei Novomatic laut Standard-Bericht über Töchterunternehmen zu 50 Prozent an der Firma von Polanz beteiligt. Polanz' Frau wiederum ist Geschäftsführerin bei Admiral Casinos.

Leer gingen u.a. die Amatic Entertainment AG aus Rutzenmoos, Apex Enterprise GmbH aus Hagenberg (beide OÖ.), die niederösterreichischen Bewerber Cashpoint Entertainment AG und Merkur Entertainment AG (Frank Stronach, Gauselmann-Gruppe) sowie die Ritzio Central Germany GmbH aus Berlin und die Casinos Austria AG aus.

Quelle: Der Standard

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